Das Ölgemälde "Sonniger Weg" von August Macke (1913) Foto: LWL

Ausstellungen 2019/2020

In diesem Winter gibt es die ein oder andere Ausstellung, die ich so gern sehen möchte, aber ich weiß leider jetzt schon, dass ich nicht dorthin kommen werde. Ein Trauerspiel! Aber ein Grund mehr, sie hier noch mal kurz zu notieren. Außerdem werde ich die digitale Kommunikation zu den Ausstellungen definitiv im Blick behalten und mich in der Ferne darüber freuen.

Making van Gogh

23. Oktober 2019 – 16. Februar 2020
Städelmuseum, Frankfurt am Main
https://www.staedelmuseum.de/de/vangogh

Das Städel Museum widmet vom 23. Oktober 2019 bis zum 16. Februar 2020 dem Maler Vincent van Gogh (1853–1890) eine umfassende Ausstellung. Im Zentrum steht die Entstehung des „Mythos van Gogh“ um 1900 sowie die Bedeutung seiner Kunst für die Moderne in Deutschland. Mit 50 zentralen Arbeiten van Goghs ist die Ausstellung die umfangreichste Präsentation mit Werken des Malers seit fast 20 Jahren in Deutschland.
MAKING VAN GOGH thematisiert die besondere Rolle, die Galeristen, Museen Privatsammler und Kunstkritiker im Deutschland des frühen 20. Jahrhunderts für die posthume Rezeption van Goghs als „Vater der Moderne“ spielten. Knapp 15 Jahre nach seinem Tod wurde der niederländische Künstler hierzulande als einer der bedeutendsten Vorreiter der modernen Malerei wahrgenommen. Van Goghs Leben und Schaffen stießen in der Öffentlichkeit auf breites und anhaltendes Interesse; ungewöhnlich früh wurde seine Kunst in Deutschland gesammelt. Schon 1914 befand sich die enorme Anzahl von rund 150 Werken van Goghs in deutschen privaten und öffentlichen Sammlungen. Zeitgleich begannen deutsche Künstlerinnen und Künstler, sich intensiv mit seinen Werken auseinanderzusetzen. Insbesondere für die jungen Expressionisten wurde van Goghs Malerei zum Vorbild und zur maßgeblichen Inspirationsquelle – ohne seine Kunst ist die Entstehung der Moderne in Deutschland kaum denkbar.

Turner. Horror and Delight

8. November 2019 – 26. Januar 2020
LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster
https://www.lwl.org/LWL/Kultur/museumkunstkultur/ausstellungen/ausstellungen_vorschau/turner

Joseph Mallord William Turner (1775–1851), Peace – Burial at Sea, ca. 1842, Öl auf Leinwand / oil on canvas, © Tate: Accepted by the nation as part of the Turner Bequest 1856, © Photo: Tate, 2019
Joseph Mallord William Turner (1775–1851), Peace – Burial at Sea, ca. 1842, Öl auf Leinwand / oil on canvas, © Tate: Accepted by the nation as part of the Turner Bequest 1856, © Photo: Tate, 2019

Die Ausstellung des bedeutendsten britischen Landschaftsmalers der Romantik stellt die Reisen Joseph Mallord William Turners (1775–1851) in die Schweiz und nach Italien, seine Begegnung mit den Alpen und der arkadischen Landschaft Italiens in den Fokus. Die 80 Gemälde und Aquarelle, die die Tate zu der Ausstellung beisteuert, werden um 30 weitere Leihgaben europäischer Museen erweitert, zu denen Werke von Caspar Wolf, Claude-Joseph Vernet und John Martin gehören. Turners erste Reise in die Schweiz 1802 und seine Begegnung mit der Bergwelt bedeuteten für den Künstler eine grundlegend neue Erfahrung. Er stellte das „Erhabene“ der Natur in den Vordergrund, die mit ihrer Urgewalt auch Grauen und Furcht einflößen kann, wie Darstellungen von Stürmen und anderen Naturkatastrophen sehr eindrucksvoll zeigen. Ins Medium des Bildes übersetzt ist der Schrecken etwa eines Lawinenabgangs für den Betrachter selbst nicht lebensbedrohlich, so dass er der dargestellten Katastrophe auch einen gewissen Genuss abgewinnen kann. Schrecken und Freude – Horror and Delight – liegen hier nah beieinander.

August Macke – Ganz nah

1. September 2019 – 8. Dezember 2019
Sauerland-Museum, Arnsberg
http://www.sauerland-museum.de

Das Ölgemälde "Sonniger Weg" von August Macke (1913)  Foto: LWL
Das Ölgemälde „Sonniger Weg“ von August Macke (1913) Foto: LWL

August Macke gehört zu den bedeutendsten Künstlern des deutschen Expressionismus. Geboren wurde er 1887 in Meschede im Sauerland. Die Ausstellung „August Macke – ganz nah“ beleuchtet seine Persönlichkeit in einer Vielzahl thematischer und biographischer Aspekte. Macke war ein Künstler, der seinen Weg selbstbewusst verfolgte und seine Entscheidungen auch gegen die Konventionen seiner Zeit traf. Häufige Ortswechsel und vielfältige Anregungen und Eindrücke haben den Künstler ganz besonders geprägt. Macke war zwar gebürtiger Sauerländer und die Familie seiner Mutter hatte einen Bauernhof im Umkreis von Meschede, allerdings zog er bereits als Kleinkind mit seiner Familie nach Köln, später nach Bonn. Betrachtet man die gesamte Lebensspanne August Mackes, die lediglich 27 Jahre umfasst, davon zehn intensive künstlerische Schaffensjahre, so fallen die zahlreichen Ortswechsel und Reisen auf. Meschede, Köln, Bonn, Kandern, Düsseldorf, Berlin, Paris, Tegernsee, Italien, Thuner See und Tunesien sind nur einige Stationen im Leben des Künstlers.

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