#Filmrezension | Tulpenfieber

Was haben Tulpen und Bitcoins gemein? Vielleicht ist es der Wahn, die Aussicht nach Reichtum, der Besitz von etwas unfassbar Kostbarem. Es ist schwer einzuschätzen, aber einige große Medien haben den Vergleich des Tulpenfiebers mit dem Bitcoinhype angestellt und warnen vor einer Blase und dem ganz großen Knall dieser Blase. Die Spekulationen sowohl mit Tulpen als auch mit Bitcoins werden ad absurdum geführt. Es fragt sich in der aktuellen Situation wie lange es noch gut gehen kann. Im 17. Jahrhundert kam das Ende der Tulpenmanie sehr plötzlich.

Auf dem Höhepunkt der Blase, zwischen Dezember 1636 und Februar 1637, wurden einzelne Tulpenzwiebeln bis zu zehnmal weiterverkauft, und ihr Preis verzehnfachte sich dabei, heißt es in der Neue Zürcher Zeitung.

1637 brach der Markt quasi von jetzt auf gleich ein, da ein Handel mit Tulpen untersagt wurde.

Mich führte mein Interesse eher zufällig zu den Tulpen, ich stand nämlich vor ein paar Wochen in der Videothek. (Ja, Videothek, ich leihe mir durchaus Filme aus.) Plötzlich erblickte ich den Film „Tulpenfieber“. Auf dem Cover war Christoph Walz zu sehen. Der Titel, der Schauspieler – da lohnte sich meines Erachtens ein weiterer Blick auf den Inhalt und er wurde sofort von mir ausgeliehen. Nun komme ich endlich dazu, über den Film zu schreiben.

Wer ein wenig Kunst mag, sich für eine Liebesgeschichte begeistern kann, Judi Dench gut findet und Tulpen gern schnuppert, der sollte sich unbedingt den Film ansehen (auch wenn er u.a. von Harvey Weinstein produziert worden ist).

Die Handlung ist simpel: Ein älterer Mann, der seine Frau und Kinder verloren hat und sich unbedingt einen Erben wünscht, eine junge Frau, die versucht, ihm diesen Wunsch zu erfüllen, sich aber in einen Künstler verliebt und die Magd des älteren Mannes, die verliebt und unverheiratet ein Kind erwartet, ihr Liebster aber ins Tulpenfieber gerät… und schon steckt man drin in einer Geschichte, wo Tulpen alles entscheiden können.
Das Buch ist schon etwas älter, es stammt von 1999, umso mehr überraschte es mich, dass dieses Buch erst „jetzt“ verfilmt wurde. Wer also auf ein wenig Historie, Liebe und Tulpen steht, sollte das Buch lesen oder sich in 100 Minuten den Film anschauen. Mir persönlich gefielen die Kostüme und die Kulissen sehr gut.

#Titel | Tulpenfieber

#Erscheinungsjahr | 2017

#Länge | 105 Minuten

#Altersfreigabe | FSK 6

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