S’Albufera de Mallorca | Ein Naturwunder

Man sollte meinen, die Botanik wäre mir in die Wiege gelegt worden. Die meisten meiner Familienmitglieder haben oder hatten einen grünen Daumen und können selbstverständlich mit den lateinischen Begriffen um sich werfen, die ich eventuell dank meines Lateinunterrichts, noch entschlüsseln könnte. Oder auch nicht. Sobald ich eine Pflanze anschaue, ist sie der Meinung innerhalb von 24 Stunden das Zeitliche segnen zu müssen. Dabei habe ich es schon mit vielen Pflanzen versucht, Orchideen, Nachtschattengewächse oder zu guter Letzt Kakteen. Alles ging ein. Zu viel gegossen, zu wenig gegossen, missachtet, ignoriert, gut zugeredet, nichts hilft in meiner Gegenwart, Pflanzen sind zum Sterben verdonnert. In meiner Wohnung habe ich mich durchaus mit künstlichen Gewächsen angefreundet, sie sind pflegeleicht und die Blätter bleiben auch in der dunkelsten Ecke grün.
Freunde machen sich durchaus lustig über die automatische Balkonbewässerung für ganze drei Blumenkästen. Aber ich kann damit leben, immerhin überlebten letzten Sommer und Winter Pflanzen auf meinem Balkon. Tada!

Aber umso lieber schaue ich mir Pflanzen in Parks oder Botanischen Gärten an. In meinem Urlaub habe ich ein kleines Paradis entdeckt, das S’Albufera de Mallorca. Ein wunderschönes Naturschutzgebiet, das gleichzeitig ein Vogelschutzgebiet ist. Tausende von Vogelstimmen, lautes Quaken und eine faszinierende Botanik machten den Besuch zu einem Erlebnis, das Ganze auch noch kostenlos.
Das Gebiet ist etwa 1646 Hektar groß und besteht in erster Linie aus Schilf und Marsch. Die Schilfe waren so groß, dass ich meinen Kopf in den Nacken legen musste. Das Gebiet ist schon uralt, durch den Meeresspiegel haben sich jedoch einige Dinge in dem Gebiet geändert. Die Dünen sind erst 10 000 Jahre alt… und damit gehören sie zu den jüngsten Aspekten dieses botanischen Umfeldes.

Frösche, Vipern, Sumpfschildkröten, Fledermäuse, Libellen, Nachtfalter, unzählige Zugvögel, es kreucht und fleucht, raschelt und knistert, quarkt und zirpt, zwitschert und summt nur so vor sich hin. (Mehr Verben fallen mir jetzt gerade nicht mehr ein.) Vier verschiedene Rundgänge gibt es durch den Park, der längste ist über 11 km lang. Ich hatte mich für eine kleine Runde entschieden, das reichte auch vollkommen aus und war wunderschön. Ein wenig ärgerlich war, dass ich nicht meine richtige Kamera dabei hatte, aber man kann nicht alles haben. Nun gibt es ein paar Bilder, die nicht ganz so umwerfend sind, wie sie mit einer Kamera hätten sein können. 😉
Viel Spaß beim Anschauen.

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