#Filmrezension | Loving Vincent

Sehr gespannt blickte ich dem Film „Loving Vincent“ entgegen. Einzigartig soll er sein, 100 Künstler saßen an dem Film, um ihn im Stile van Goghs zum Leben zu erwecken. Kann das funktionieren? Ein zweistündiger Film mit unzähligen Pinselstrichen, die von van Gogh hätten sein können? So richtig konnte ich es mir nicht wirklich vorstellen und nun führte mich mein Weg mal wieder zu meiner Videothek und endlich war der Film da!

Also sah ich ihn mir sofort an. An die Art des Bewegtbildes musste ich mich langsam gewöhnen. Zwischendurch war dies schon fast ein wenig anstrengend, aber die Handlung ließ den Film deutlich kürzer wirken als er tatsächlich war. Der Sohn (Armand Roulin) eines alten Postboten (Joseph Roulin) soll einen Brief zustellen, weil der Postbote schon zu alt war, dem Postboten war die Zustellung aber sehr wichtig, da der Absender ein Freund von ihm war. Es ist der letzte Brief von Vincent van Gogh an seinen Bruder. Die beiden Brüder führten eine innige Briefbeziehung zueinander. Armand Roulin versucht alles, um den Brief zuzustellen und erfährt sehr viel über das Leben, die Person und die letzten Tage von Vincent van Goghs. Letztendlich stellt sich ihm die Frage, wurde Vincent nicht gar ermordet?

Screenshot:

http://lovingvincent.com/douglas-booth,12,pl.html

Als Vorlage für die Handlung dienten die unzähligen Briefe, die Vincent van Gogh zum Teil in ausführlicher Länge verfasste. Darunter auch die Briefe an seinen Bruder Theo. Es ist traurig, wenn man am Ende des Filmes erfährt, dass van Gogh zu seinen Lebzeiten nur ein einziges Bild verkauft hat, während heute Rekordsummen für seine Werke geboten werden! Das Ende des Filmes… na, seht selbst. Es gibt viele Theorien um sein Ableben, aber bestätigt ist keine davon.

Auf der Webseite zu Loving Vincent gibt es wunderschöne „Behind the Scene“ Infos, wie der Film entstand, wie sich ein Motiv vom Original über Keyframe zum Foto ändert. Außerdem geben die vielen Künstler Einblicke in ihre Arbeit. Der Film wurde für zahlreiche Auszeichnungen nominiert – zurecht! Er ist total ungewöhnlich und einzigartig. So einen Film habe ich noch nie gesehen, auch die Handlung zieht einen schnell in seinen Bann.

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