Bergen Philharmonic Orchestra in der Elbphilharmonie

Eine Einladung in die Elbphilharmonie zu bekommen, ist für mich schon ein ungewöhnliches und fantastisches Ereignis. Innovation Norway lud mich ein, das Bergen Philharmonic Orchestra in dem neuen Konzerthaus zu besuchen und ganz ehrlich, dieser Einladung habe ich von Herzen gern zugesagt. Es war mein zweiter Besuch in der Elbphilharmonie und so langsam kann ich mich an das Konzerthaus gewöhnen und mich für klassische Musik begeistern.

Ausblick aus der Elbphilharmonie
Ausblick aus der Elbphilharmonie

Viele fragten mich sofort „oh Edvard Grieg?“ und ich musste dies stets verneinen. Der Pianist und Komponist Grieg steht für Bergen wie kein anderer Musiker, er wird sofort mit dem Ort in den nördlichen Gefilden verbunden. Ich, als Laie der Klassik, musste natürlich sofort nachlesen, wer Grieg war und was überhaupt an dem Abend gespielt wurde. Wagner (Ouvertüre zu „Der fliegende Holländer), Benjamin Britten (Konzert für Klavier/Orchester op. 13) und Jean Sibelius (Sinfonie Nr 2 D-Dur op. 43) standen auf dem Programm.

Das Thema der Ouvertüre zu „Der fliegende Holländer“ von Richard Wagner (1813-1883) war mir zum Glück doch bekannt, aber dann ging es im Programm weiter, das Werk von Benjamin Britten (1913-1976), einer der wichtigsten englischen Komponisten, Dirigent und Pianist, versetzte die Besucher ins Staunen. Am Klavier spielte Leif Ove Andsnes wahrhaft fantastisch und setzte zum „Schlagabtausch“ mit dem Orchester an. Es war, als würden zwei Welten aufeinandertreffen, man war danach regelrecht mitgenommen.
Nach einer kurzen Pause ging es mit Jean Sibelius (1865-1957) weiter. Sibelius war ein finnischer Komponist. Bei diesem Stück standen die Bläser im Vordergrund. Während des gesamten Stückes habe ich versucht herauszuhören, was Fagott und was Oboe ist. Ich habe es nicht geschafft, weil ich überhaupt nicht mehr wusste, welches Instrument wie klingt, aber es war absolut beeindruckend. Am Ende des Stückes hatte ich eine Gänsehaut und es gab Standing Ovations. Der Dirigent Edward Gardner, Leif Ove Andsnes und das gesamte Orchester wurden gefeiert.

Bergen Philharmonic Orchestra in der Elbphilharmonie Hamburg
Bergen Philharmonic Orchestra in der Elbphilharmonie Hamburg

Zum Dank gab es vom Orchester sogar zwei Zugaben. Und da war er – Grieg! – als hätte das Publikum regelrecht darauf gewartet, doch noch etwas von ihm zu hören, spielten sie „Ases Tod“ (Peer-Gynt-Suite op. 46). Ich habe mir erstmal den Gedichtband zu Peer Gynt bestellt. Das musste einfach sein. Die zweite Zugabe war der „Zug der Zwerge“ (op. 54/3 aus: Lyrische Stücke) und dabei machte es klick bei mir. Natürlich! Man kennt es, dieses kleine kurzweilige Klavierstück, das einem unter die Haut geht und das man nicht mehr aus dem Kopf bekommt.

Ich kann natürlich nicht beurteilen, ob und wie gut das Orchester war, dafür fehlt mir gewiss das entsprechende Gehör, aber was soll ich sagen, das gesamte Konzert hat mich berührt und ich habe die Elbphilharmonie glücklich verlassen. Ist das nicht das wichtigste? Es war ein absolut gelungener Abend und ich würde jeder Zeit wieder dieses fantastische Orchester besuchen – am liebsten das nächste Mal in Bergen. Danke an Sören Ladehof für das wunderschöne Bild aus Bergen, das Du dort gemacht hast. Diese Stadt steht definitiv ganz oben auf meiner Reisewunschliste!

Bergen. Foto: Sören Ladehof
Bergen.
Foto: Sören Ladehof

Danke Innovation Norway für die Einladung. Thank you for the invitation to this fantastic evening!

2 Kommentare zu “Bergen Philharmonic Orchestra in der Elbphilharmonie

  1. von ww, thanks so much for the post.Much thanks again. Really Cool.Clifton guest

  2. Pingback: Siemens Fest>Spiel>Nächte in Salzburg – Kultur und Kunst

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