Siemens Fest>Spiel>Nächte in Salzburg

{Pressereise}

Dieser Sommer steht ganz im Zeichen der Musik bei mir. Nach meinem Besuch der Elbphilharmonie nun eine Oper. Die Firma Siemens lud mich zu einer Pressereise zu den Siemens Fest>Spiel>Nächte in Salzburg ein. Unter dem Motto „Kultur meets Technik“ erhielten wird umfangreiche Einblicke bezüglich Technik bei Kultureinrichtungen und spannende Blicke hinter die Kulissen des Festspielhauses Salzburg, abends schauten wir uns die Oper Don Carlos beim Public Viewing an – oder doch nicht? 😉

Technik meets Kultur

Aber nun der Reihe nach, zum Thema Technik also BMA (Brandmeldeanlage), ELA (Elektroakustische Anlage) oder Kälte- oder Klimatechnik könnte ich aufgrund meiner bisherigen Stationen in verschiedenen Museen bestimmt etwas sagen, aber zum einen bin ich nicht qualifiziert, zum anderen ist für mich dieses Thema im musealen Bereich tabu, da es Interna sind, und ehrlich gesagt für Besucher eher unspannend. Wen interessieren schon irgendwelche Leitungen, die irgendwoher gehen?

Ok, mich interessiert so etwas schon, weil ich schlicht neugierig bin. Umso interessanter war es, dass uns alles in dem Großen Festspielhaus gezeigt wurde und wir uns in den Katakomben die Technik ansehen durften.  Es war deutlich spektakulärer als bei Museen. 😉 Wie Museen auch stehen solche Spielstätten ebenfalls vor der Aufgabe, eine optimale Belüftung, Temperatur… kurzum ein perfektes Klima in den Räumen zu schaffen. Bei Museen muss dies sehr konstant sein, Gemälde mögen keine Zugluft etc., bei Spielstätten kommen plötzlich ganz viele Menschen und genauso schnell verlassen die Menschen diese Stätten wieder, also eine besonders schwierige Herausforderung. Hinzu kommt der Einfluss des Wetters von draußen, ist es besonders warm oder kalt, regnet es oder ist es seit Tagen trocken – das sind alles Aspekte, die die Technik im Hintergrund beeinflussen und die sie regeln muss, um ein konstantes oder ein ausgleichendes Klima zu schaffen. In den verschiedenen Sälen sieht man kaum etwas von der Technik, man muss schon sehr genau hinsehen und dann entdeckt man zum Beispiel in dem großen Saal unter jedem Sitz Belüftungsschlitze.

Großer Saal – Festspielhaus Salzburg
Foto: Wera Wecker

Das Festspielhaus

Das Festspielhaus beeindruckte definitiv durch seine verschiedenen Bühnen und die Felsenreitschule war natürlich ein Highlight. Eine Bühnenkulisse aus Stein. So etwas habe ich noch nie zuvor gesehen. Gleichzeitig kam man sich ein wenig wie im Fußballstadion (z.B. Gelsenkirchen) vor, da das Dach dieser Spielstätte zu öffnen ist. Die Bühne und Kulisse sahen einfach wunderschön aus, sodass ich dem Vortrag nur bedingt gelauscht habe, weil ich mich permanent umgucken musste. Aber hier würde ich mir gern eine Vorstellung ansehen, während das Dach geöffnet ist, ich stelle es mir grandios vor.

Der große Festsaal mit seinem goldenen Vorhang war ein weiterer WOW-Moment. Denn dieser ist ein „eiserner Vorhang“, bislang verband ich mit diesem Ausdruck eher etwas anderes, aber diese Assoziation gefällt mir deutlich besser. Er ist nämlich „nur“ 33×11 Meter groß und wiegt leichte 34 Tonnen. 😉 Damit gehört er zu den größten Vorhängen in Europa. Die Bühne umfasst 100 Meter Breite und gehört damit sogar zu den größten Bühnen der Welt. Umso spannender war es es für uns auch einen Blick dahinter zu werfen. Was soll ich sagen: RIESIG!

Die Bühne des großen Saales gehört mit ihren 100 Metern zu den größten Bühnen der Welt.
Foto: Wera Wecker

DomQuartier Salzburg

Nach der umfangreichen Führung durch dieses wunderschöne Gebäude ging es zum DomQuartier Salzburg. Es ist ein gigantisches Museum und wie der Name schon sagt, geht es um die sakrale Kunst. Bereits der Eingang lud für Fotos ein. Das Keramikrelief von Elmar Trenkwalder war ein echter Eyecatcher und musste natürlich sofort fotografisch festgehalten werden. Erste Assoziationen von Himmel und Erde werden in diesem Kunstwerk deutlich und verweisen damit schon auf das umfangreiche Museum.

Keramikrelief von Elmar Trenkwalder

In einer Kurzführung durch die Prunkräume kam man kaum aus dem Staunen heraus. Dank Anke, weiß ich jetzt auch, was ein Grand Lever ist. Merci! Ein Highlight war mit Sicherheit die Domorgelempore, über die wir gehen durften. Dort sang ein Chor, dem wir zwischendurch noch ein wenig gelauscht haben. Um mehr über Salzburg und die dortige Geschichte zu erfahren, ist dies Museum definitiv meine erste Anlaufstelle.

Public Viewing: Siemens Fest>Spiel>Nächte

Gen Abend ging es auf den Kapitelplatz, hier finden seit 2002 die Siemens Fest>Spiel>Nächte statt. Das bedeutet, dass dort Opern auf einer riesigen Leinwand übertragen werden – Public Viewing mal anders. Ich fand die Idee irgendwie kurzweilig, zumal es ein gastronomisches Angebot dazu gibt. Es war ein sehr nettes Ambiente mit Blick zur Burg, was hin und wieder dann doch abgelenkt hat, wenn man den Blick noch nicht kennt. Außerdem musste ich mich so viel unterhalten, dass ich Don Carlos kaum folgen konnte. Hihi. Es war ein wunderbarer Abend mit klassischer Musik im Hintergrund – anders als bei der Elbphilharmonie war es auch keine Live-Übertragung. Aber das stört auch überhaupt nicht. Ich finde es gut, dass es dort so viele Kulturinteressierte gab, die sich auf dem Platz mit eigenen Stühlen und Snacks versorgt haben. Man mag es für einen simplen Zugang zur Kultur halten, aber es ist immer noch besser als gar kein Zugang! Ich habe mich mit meinem Sitznachbarn über Kontrabässe unterhalten. Wann tut man denn so etwas schon mal? Ich mache das sonst nie, weil ich keine weiteren Berührungspunkte zur klassischen Musik geschweige denn zu Musikinstrumenten habe. (Zum Thema Public Viewing im Rahmen dieser Pressereise hat Angelika bei musermeku noch weiter ausgeholt, schaut doch mal dort vorbei.)

Impressionen aus Salzburg

Bei meinem nächsten Besuch…

Für mich war diese Pressereise ein kurzer Einblick in eine völlig andere Welt. Ich war noch nie in Salzburg, mein letzter Besuch auf einer Burg ist ewig her, so lang, dass ich mich gar nicht mehr erinnern kann! Also war der Anblick dieses historischen Gebäudes für mich schon ein Fest! Zu gern hätte ich mehr von der Stadt gesehen und wäre dort inhaltlich die Tiefe gegangen. Also gibt es für mich nur noch eines zu tun, eine to-do-Liste für den nächsten Besuch anzufertigen:

– Gang durch die historische Altstadt, die seit 1997 Teil des Welterbes der UNESCO ist
– Audioguidetour durch das DomQuartier
– Besuch der Burg
– Opernbesuch

Was sollte man dort noch gesehen haben?! Gibt es weitere Sehenswürdigkeiten, die ich unbedingt auf meine Liste setzen muss? Ich schaue noch fix bei „Magnolia“ vorbei, sie gehörte auch zu den Kulturbloggern und kam aus Salzburg, sie hat auf jeden Fall noch ein paar Tipps auf ihrem Blog parat.

 


 

Ich bedanke mich herzlich beim Siemens Arts Programm für die Einladung zur Pressereise „Kultur meets Technik“ (29. – 30. August 2018).

1 Kommentar zu “Siemens Fest>Spiel>Nächte in Salzburg

  1. Danke! Ich würdees meiner Frau schenken.

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