#artbookfriday | Rembrandt. Die Selbstporträts

Rembrandt van Rijn, kurz Rembrandt genannt, starb vor 350 Jahren. Um genau zu sein, verstarb der Ausnahmekünstler am 4. Oktober 1669 in Amsterdam. Dies ist Anlass genug nicht nur zahlreiche Ausstellungen ihm zu Ehren ins Leben zu rufen (siehe unten) oder die “Operation Night Watch” (#operationnightwatch) des Rijksmuseums zu streamen, sondern auch ein guter Anlass für eine neue Publikationen, dem ungewöhnlichen und wunderschönen Buch “Rembrandt. Die Selbstporträts” aus dem TASCHEN Verlag. 

Das ein oder andere Werk von Rembrandt habe ich schon in den Museen dieser Welt gesehen, keine Frage, vor der Nachtwache stand ich vor einer Ewigkeit staunend, die Ausmaße des Gemäldes fühlten sich gigantisch an. Und wenn ich ganz ehrlich bin, ist Rembrandt für mich ein Genie der dunklen Farbpalette. Schwarz in schwarz in schwarz und dann und wann ein weißer Akzent und schon hat man ein Gemälde mit so vielen Details, die einen auf den ersten Blick gar nicht ins Auge fallen. Dass er so viele Selbstporträts gemalt hat, überraschte mich umso mehr. 

Seine Selbstdarstellung zeigt viele Facetten, mal verschmitzt lächelnd, überrascht, ernsthaft und seriös, geheimnisvoll. Mir war bislang gar nicht so klar, welche Bedeutung Selbstporträts noch haben – außer zu Studienzwecken. Ich bin tatsächlich davon ausgegangen, dass dies der Hauptgrund ist. In der Einleitung von Volker Manuth, Marike de Winkel und Rudie van Leeuwen lernte ich, dass Rembrandt um 1629 nicht mehr unbekannt war “und es einen Markt für seine Selbstbildnisse gab. Selbstporträts boten einem ehrgeizigen Künstler ein ausgezeichnetes Mittel der Eigenwerbung.” Man könnte also sagen, dass Rembrandt durchaus ein Marketinggenie war. Ich musste sofort an Sammelbilder denken, die man in ein Album klebt, was bei seinen Werken durchaus etwas schwierig gewesen wäre, aber sonderlich groß waren die meisten seiner Selbstporträts nicht (die kleinsten Porträts sind um die 7 x 6 cm groß), natürlich gibt es auch Bildnisse, die über einen Meter groß sind, aber die sind tatsächlich in der Anzahl überschaubar. So konnte die Sammelleidenschaft von Interessenten definitiv geweckt werden.

Das Spiel zwischen Licht und Schatten beherrscht Rembrandt in seinen Werken perfekt, er ist der Meister der Schattenwürfe. Dieses umfassende Buch gibt einen herrlichen Überblick darüber. Auf den linken Seiten werden oftmals die Bilder in Originalgröße dargestellt und auf der rechten Seite gibt es einen vergrößerten Ausschnitt.  Ich bin ja ein wenig in den Einband verliebt, das mit einem Hologramm versehen ist. 

#Titel | Rembrandt. Die Selbstporträts

#Autoren | Volker Manuth, Marieke de Winkel

#Verlag | TASCHEN

#Sprache | Deutsch

#ISBN | 978-3-8365-7701-4

#Seiten | 176

#veröffentlicht | 7. Juli 2019

Ausstellungen zum Jubeljahr des großen Meisters

Inside Rembrandt
1. November 2019 – 12. Januar 2020
Wallraf-Richartz-Museum, Köln

Rembrandts graphische Welt
12. Januar 2020
Wallraf-Richartz-Museum, Köln

Rembrandt-Velázquez: Dutch and Spanish Masters
11. Oktober 2019 – 19. Januar 2020
Rijksmuseum, Amsterdam

Rembrandt im Mauritshuis
31. Januar 2019 – 15. September 2019
Mauritshuis, Den Haag

Laboratorium Rembrandt
21. September 2019 – 16. Februar 2020
Rembrandthuis, Amsterdam

Rembrandt. Meisterwerke aus der Sammlung
30. August 2019 – 5. Januar 2020
Hamburger Kunsthalle

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