The Art of BANKSY - A Visual Protest

#artbookfriday | A Visual Protest: The Art of BANKSY

Wer ist BANKSY? 

Grandiose Kunstwerke auf der ganzen Welt zieren Mauern, Häuser oder Plattencover, ein ganzer Park namens Dismaland wurde von diesem Ausnahmekünstler inszeniert. Aber wer ist BANKSY überhaupt? Die Welt munkelt und ratet, aber man weiß nichts genaues. Durch die Presse ging die sogenannte “Enttarnung” von diversen Facebook-Accounts, darunter auch BANKSY’s Account. Auf der Webseite von BANKSY heißt es “Banksy is NOT on Facebook, Twitter or represented by Steve Lazarides or any other commercial gallery.” So viel dazu. Aber wen interessiert es überhaupt wer hinter dem genialen Künstler steckt? Ist es nicht eigentlich völlig egal, weil die Kunst an sich vollkommen ausreicht und aussagekräftig ist? Ist es nicht ähnlich wie in der Literatur? Warum sollten Schriftsteller zu ihren Werken Stellung nehmen? Liegt es nicht vielmehr an uns, die Werke zu deuten, zu würdigen oder zu hinterfragen? 

Medienhype: Girl with the Balloon

Der größte mediale Clou war 2018 wohl die Zerstörung eines seiner Kunstwerke bei einer Auktion – beim wohl größten Kunst-Auktionshaus: Sotheby’s. “Girl with the Balloon” wurde für 1,2 Millionen Euro versteigert, nach dem Verkauf schaltete sich ein versteckter Schredder im Rahmen ein und zerstörte zum Teil das Kunstwerk. BANKSY führt die Kunstwelt an der Nase herum. Für einen lebenden Künstler ist dies schon eine enorme Summe, die bei einer Versteigerung erzielt wurde. (Zum Vergleich wurde ein Werk von Gerhard Richter 2015 für 41 Millionen Euro versteigert. Absoluter Rekord.) 

A Visual Protest

BANKSY betreibt visuellen Protest. Er macht auf Missstände aufmerksam, kritisiert, aktiviert, diskutiert mit. “Er führte und führt einen kulturellen Feldzug.” Gianni Mercurio thematisiert genau den Protest BANKSY’s in seinem Artikel “Ich widerspreche, also bin ich”. Es ist ein kluger Protest, den BANKSY seit Jahren aufs Parkett legt. 

Bei Instagram scheint der Künstler sehr aktiv zu sein und geht auf aktuelle Themen ein: 

Aktuell wird um rassistische Denkmäler und Statuen diskutiert. Demonstranten reißen diese zum Teil auch von ihren Sockeln, und was macht BANKSY? Einen wunderbaren Gegenvorschlag. So heißt es bei ihm: 

“What should we do with the empty plinth in the middle of Bristol?

Here’s an idea that caters for both those who miss the Colston statue and those who don’t.

We drag him out the water, put him back on the plinth, tie cable round his neck and commission some life size bronze statues of protestors in the act of pulling him down. Everyone happy. A famous day commemorated.”

https://www.instagram.com/p/CBNmTVZsDKS/

Mich beeindruckt es, wenn Künstler so explizit Stellung beziehen und aktiv werden. Dieser künstlerische Protest ist einfach großartig und das habe ich auch schon im letzten Blogpost geschrieben. Es zeichnet Streetart auf gewisse Weise aus und macht sie dadurch auch sympathisch.

Wem gehört die Kunst?

In Deutschland ist das relativ klar geregelt, es gibt das Urheberrecht und dann Nutzungsrechte. Aber spätestens wenn man sich ins europäische Ausland oder die USA oder andere Länder begibt, sieht es schon wieder ganz anders aus. Darf man also zum Beispiel ein Stück Mauer abnehmen, weil dort ein Banksy Werk zu sehen ist und darf man dieses veräußern? In Bristol gab es einen spannenden Fall, dabei ging es um das Werk “Mobile Lovers” (2014) von BANKSY. Diesen Fall vertieft Raf Valvola Scelsi in “BANKSYS bitterer Sieg”. 

Und so wundert es nicht, dass auf dem Cover des Buches “A Visual Protest: The Art of BANKSY” Unauthorized & Unofficial steht. Denn dieses Buch wurde nicht mit der Genehmigung von BANKSY erstellt, aber es gibt faszinierende Einblicke in die Geschichte der Werke des Künstlers. Nun bin ich ein noch größerer Fan des ungewöhnlichen Künstlers, der sich in unserer Gesellschaft positioniert. 

Absoluter Lese- und Anschautipp! 

#Titel | The Art of BANKSY. A Visual Protest

#Autor | Gianni Mercurio

#Verlag | Prestel Verlag

#Sprache | Deutsch 

#ISBN | 978-3-7913-8605-8

Besten Dank an den Prestel Verlag für das Rezensionsexemplar!

Und was man nicht so alles in der eigenen Timeline von Instagram findet:

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