LEGO NINJAGO: Destiny’s Bounty jetzt als Brettspiel – das steckt dahinter!

🥷⛵🐍 [Werbung/Rezensionsexemplar] 🥷⛵🐍 Hot oder Schrott? Genau diese Frage habe ich mir gestellt, als ich gehört habe, dass es LEGO NINJAGO: Destiny’s Bounty jetzt auch als Brettspiel gibt. Und ganz ehrlich: Ich war zunächst ziemlich skeptisch.

Bei vielen Kindern ist NINJAGO schließlich der heiße Scheiß. Die LEGO-Sets werden gesammelt, gebaut und natürlich auch immer wieder erweitert. Ich weiß, wovon ich spreche. 😄 Dazu kommen Bücher, Comics, Sammelkarten, T-Shirts, Socken, Ausmalbücher, Kuscheltiere und gefühlt alles, was man sich rund um diese Welt nur vorstellen kann.

Und jetzt also auch noch ein Brettspiel?

LEGO NINJAGO trifft auf Asmodee

Für das Spiel hat sich LEGO mit Asmodee zusammengetan – einem der weltweit größten Spieleverlage und -vertriebe, der unter anderem für Spiele wie Dobble oder Dixit bekannt ist.

Dabei lohnt sich ein kurzer Blick darauf, was Asmodee eigentlich macht: Es gibt Unternehmen, die Spiele selbst entwickeln und als Verlag veröffentlichen. Andere Unternehmen sind stärker im Vertrieb tätig und sorgen dafür, dass Spiele überhaupt in möglichst vielen Ländern und Geschäften erhältlich sind. Asmodee vereint diese Bereiche und bringt neben eigenen Titeln auch Spiele anderer Verlage in den Handel.

Seit Februar 2025 werden die B-Aktien der Asmodee Group AB offiziell an der Nasdaq Stockholm gehandelt. Das Unternehmen ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen – und LEGO ist ohnehin ein Gigant, wenn es um erfolgreiche Lizenzwelten und Produkte geht.

LEGO und die Sache mit den Lizenzen

Auch bei LEGO spielen Lizenzprodukte eine wichtige Rolle, dadurch steigen unter anderem die Gewinne bei LEGO enorm. Neben NINJAGO gibt es zahlreiche weitere bekannte Welten, die als LEGO-Sets umgesetzt werden – von Harry Potter bis hin zu Start Trek oder vielen anderen großen Franchises.

Ich gebe zu: Auch ich bin ein großer Fan solcher Welten. Gleichzeitig bin ich mittlerweile regelmäßig über die Preise erstaunt. Große LEGO-Sets kosten inzwischen nicht selten 200 bis 250 Euro.

Trotzdem liebe ich diese Sets. Für mich hat das Bauen durchaus etwas vom Puzzeln – nur mit einem entscheidenden Vorteil: Bei LEGO sieht man relativ schnell sichtbare Fortschritte. Das motiviert ungemein und macht lange Bauprojekte für mich weniger frustrierend. (Was nicht heißt, dass ich es nicht liebe. Ganz im Gegenteil, es fordert mich nur mehr, und andere Mitbewohner auch.)

Aber zurück zum Brettspiel.

Destiny’s Bounty: Kann das überhaupt funktionieren?

LEGO und Asmodee haben sich also erneut zusammengetan (nach  „Monkey Palace“ und „Brick Like This!“), um LEGO NINJAGO: Destiny’s Bounty auf den Spieltisch zu bringen.

Und ich war wirklich mega skeptisch.

Funktioniert ein NINJAGO-Brettspiel tatsächlich? Ist es ein richtiges Spiel oder am Ende doch nur ein oberflächliches Lizenzprodukt, das vor allem vom bekannten Namen lebt?

Und noch viel wichtiger: Wer soll das eigentlich spielen?

Ist das ein Spiel, das nach drei Wochen im Schrank verschwindet – oder könnte daraus tatsächlich ein kleiner Dauerbrenner für NINJAGO-Fans werden? Nach den ersten Partien kann ich zumindest sagen: Meine anfängliche Skepsis war ziemlich schnell verschwunden.

Das beste Detail passiert schon beim Auspacken

Voller Begeisterung wurde bei uns das Paket geöffnet. Und noch bevor ich überhaupt etwas gelesen hatte, fand ich ein Prinzip richtig großartig: Die Kinder bauen das Spiel auf – und die Eltern können in dieser Zeit die Anleitung lesen.

Das hat bei uns zeitlich tatsächlich perfekt gepasst.

Für den Spielaufbau müssen zunächst die Figuren und verschiedenen Schachteln beziehungsweise Spielelemente zusammengebaut werden. Kinder ab etwa 8 oder 9 Jahren schaffen das meiner Meinung nach problemlos alleine.

Ich habe mich derweil der Anleitung gewidmet. Und wer mich kennt, weiß: Ich hasse Anleitungen. 😄 Normalerweise sitze ich davor und frage mich nach fünf Minuten, warum ich eigentlich immer noch nicht verstanden habe, wie das Spiel funktionieren soll. Doch diesmal kam es anders.

Anleitung verstanden – und direkt losgespielt

Was soll ich sagen? Wir haben die Anleitung tatsächlich verstanden und konnten direkt mit der ersten Partie starten. Damit hatte mich das Spiel bereits an einer Stelle positiv überrascht, mit der ich überhaupt nicht gerechnet hatte.

Der Aufbau ist clever gelöst und verhindert eine klassische „Downtime“ vor dem eigentlichen Spiel. Während die Kinder beschäftigt sind, kann sich jemand anderes in die Regeln einlesen.

Die erste Mission: Training für die Ninjas

Unsere erste Runde war gleichzeitig das Training der Ninjas. Die Aufgabe: Die bösen Schlangen müssen besiegt werden. Und genau dafür eignet sich diese erste Mission hervorragend. Sie führt Schritt für Schritt an die Spielmechanik heran, ohne die Spieler direkt mit zu vielen Regeln zu erschlagen. Man bekommt ein Gefühl dafür, wie das Spiel funktioniert, welche Möglichkeiten man hat und worauf man achten muss.



Für uns war das ein richtig guter Einstieg.

Und offenbar nicht nur für mich: Am zweiten Tag wollten wir direkt weitermachen und uns in das nächste Abenteuer stürzen. Denn eines war nach der ersten Partie bereits klar: Wir hatten Spaß.

Karten, Kräfte und jede Menge NINJAGO

Das Spiel ist kartenbasiert und setzt stark auf die Fähigkeiten der einzelnen Figuren.

Im Laufe des Spiels erhalten die Charaktere bestimmte Kräfte, die man sich aussuchen darf. Diese bleiben nicht nur abstrakt auf einer Karte stehen, sondern werden auch an den Spielfiguren sichtbar. Dafür müssen weitere Elemente an die Figuren angebaut werden. Und genau solche Details sind es, die bei jüngeren Mitspielenden natürlich besonders gut ankommen. Denn es fühlt sich nicht einfach nur nach einem klassischen Brettspiel an. Die eigene Figur entwickelt sich sichtbar weiter.

Abenteuer Nummer zwei: Und plötzlich waren wir chancenlos

Am zweiten Tag ging es dann direkt ins zweite Abenteuer. Und was soll ich sagen?

Wir haben richtig einen auf die Mütze bekommen.



Piraten und andere Bösewichte haben uns regelrecht überrannt. Zu zweit hatten wir kaum eine Chance. Aber aufgeben? Natürlich nicht. Wir haben die Partie kurzerhand direkt noch einmal gespielt.

Genau solche Situationen mag ich bei Familienspielen: Man verliert, ärgert sich ein bisschen – und möchte es direkt noch einmal versuchen.

Insgesamt gibt es 6 Abenteuer, die gespielt werden wollen. Jedes Abenteuer ist eine andere eigene Geschichte.



Gemeinsam gewinnen oder gemeinsam verlieren

Ein weiterer wichtiger Punkt: LEGO NINJAGO: Destiny’s Bounty ist ein kooperatives Spiel. Wir spielen also nicht gegeneinander, sondern arbeiten gemeinsam an unserem Ziel. Das bedeutet auch: Entweder wir gewinnen zusammen – oder wir verlieren zusammen.

Gerade für Familien mit jüngeren Kindern finde ich das gelungen. Man kann sich gegenseitig unterstützen, gemeinsam überlegen und auch mal einen Tipp geben. Dadurch entsteht weniger Frust, wenn etwas nicht funktioniert.

Und trotzdem fühlt sich die Entscheidung nicht beliebig an. Man muss gemeinsam überlegen, welche Möglichkeiten man nutzen möchte und wie man am besten durch das Abenteuer kommt.

Für wen ist das Spiel geeignet?

Für mich ist die Zielgruppe ziemlich eindeutig: Familien mit NINJAGO-Fans. Das Spiel ist nicht hochkomplex, es ist kindgerecht und man kommt relativ schnell hinein. Genau das halte ich für seine große Stärke.

Wer bereits sehr viele komplexe Brettspiele spielt und auf Kenner- oder Expertenspiele steht, wird hier vermutlich nicht unbedingt glücklich werden. Dafür ist das Spiel schlicht nicht anspruchsvoll genug. Aber genau das möchte es meiner Meinung nach auch gar nicht sein.

Es möchte Familien an den Tisch bringen und jüngeren Spielern einen einfachen Einstieg in kooperative und kartenbasierte Brettspiele ermöglichen. Und das funktioniert erstaunlich gut.

Auch nach mehreren Partien noch interessant?

Die große Frage bei Lizenzspielen ist natürlich immer: Wie lange bleibt das Spiel interessant?

Gerade bei einem Spiel, das stark auf einer bekannten Marke wie NINJAGO aufbaut, besteht durchaus die Gefahr, dass die Begeisterung nach ein paar Partien nachlässt. Nach unseren ersten Erfahrungen sehe ich diese Gefahr zumindest nicht sofort. Die verschiedenen Abenteuer sorgen für Abwechslung und man wird definitiv nicht automatisch jedes Mal gewinnen. Genau das motiviert, eine Mission noch einmal zu versuchen.

Ich freue mich außerdem schon auf eine Partie mit vier Personen. Denn dann dürfte sich das Spiel noch einmal deutlich anders anfühlen. Das Spielfeld ist beidseitig bedruckt und wird abhängig von der Spieleranzahl angepasst. Ich bin daher gespannt, welche Dynamik entsteht, wenn wir das Spiel einmal mit voller Besetzung auf den Tisch bringen.

Mein Fazit: Überraschend gut!

Ich gebe es zu: Ich war skeptisch. Umso größer war die Überraschung nach unseren ersten Partien. LEGO NINJAGO: Destiny’s Bounty ist für mich ein wirklich gelungenes Familienspiel für jüngere Spieler. Es ist leicht zugänglich, kindgerecht und bietet genügend Abwechslung, um nicht nach der ersten Partie langweilig zu werden.

Besonders gut gefällt mir, dass das Spiel nicht versucht, ein komplexes Kennerspiel zu sein. Es weiß ziemlich genau, für wen es gemacht wurde. Für Vielspieler auf Kenner- oder Expertenspielniveau ist Destiny’s Bounty wahrscheinlich nichts. Dafür fehlt es schlicht an Komplexität und taktischer Tiefe.

Für Familien mit jüngeren NINJAGO-Fans sieht das allerdings ganz anders aus. Wer ohnehin gerade mitten in der NINJAGO-Phase steckt, bekommt hier ein Spiel, das die bekannte Welt auf den Spieltisch bringt und gleichzeitig einen schönen Einstieg in etwas komplexere Brettspiele ermöglichen kann.

Fazit vom Kind: Richtig gut, man Spaß am Zusammenbauen, an den immer anderen Fähigkeiten, die man sich aussuchen kann. (Somit werden hier auch die Figuren, wer man sein möchte, gut durchroutiert. Denn die Fähigkeiten der Figuren sind immer andere.)

Und bei uns ist nach zwei Tagen zumindest eines sicher: Das Spiel wird nicht nach der ersten Partie wieder im Schrank verschwinden. Für uns lautet die Antwort auf die anfängliche Frage deshalb ziemlich eindeutig: Hot statt Schrott! 🔥



Facts:

#Spiel | LEGO NINJAGO: Destiny’s Bounty

#Art | Kooperatives Brettspiel / Strategiespiel

#Spieleranzahl | 2–4 Personen

#Dauer | ca. 30 Minuten

#Verlag | Asmodee

#Zusatz | Ninjago: Destiny’s Bounty Adventures enthält insgesamt 124 LEGO® Elemente, darunter 4 LEGO® Minifiguren (Kai, Zane, Cole und eine exklusive Nya!) sowie coole Ninja-Ausrüstung

Herzlichen Dank an asmodee für das Rezensionsexemplar!


Wer wirklich keine Lust auf Regeln lesen hat, dem lege ich dieses Video ans Herz, es erklärt den Spielaufbau und die erste Runde wirklich sehr gut. Ich hab es mir zusammen mit meinem Kind angeschaut, damit sofort allen klar war, wie das Spiel funktioniert. Da hier die Schritte visuell auch gut dargestellt sind, konnten wir direkt spielen.

PS: Ich bin mir sicher, da kommen noch Erweiterungen mit weiteren Abenteuern hinzu! Es bietet sich einfach bei diesem Thema an. 


Ich habe zufälligerweise dieses Spiel bei @wattn_stein bei einem Gewinnspiel gewonnen und kurz danach eine Zusage für ein Rezensionsexemplar von @asmodee_de erhalten. Ich werde eins dieser Exemplare verschenken und hoffentlich einen anderen Ninjago und Lego Fan ebenso glücklich machen.


PPS: Schaut Euch bitte noch mal das Innere des Spieles an! Ist das nicht schön aufgeräumt? Hach. 😀

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