Es gibt Konzerte und Konzerte. Dieses gehört zu den Konzerten, die wirklich wichtig und toll waren. Aber – ja, es gab ein aber, worauf ich gleich noch zu sprechen komme. Bruce Springsteen ist eine Legende. Er ist gefühlt das personifizierte Amerika. „Born in the USA“ kennt wohl jeder von ihm. Zumindest war es mir geläufig. Bruce Springsteen bezeichnet sich selbst als Botschafter für Amerika – zurecht. So heißt diese Tour „The Land of Hope & Dreams Tour“.
Immer wieder wird dieser Name in den Medien erwähnt, wenn es um den amerikanischen Wahlkampf geht, seine Lieder werden gern genommen, um die USA zu glorifizieren oder zumindest hochzuhalten. Er liebt sein Land und aktuell trauert er um sein Land. Das machte er während des Konzertes in mehreren Ansprachen deutlich. Wichtige Songs, die durchaus politisch zu verstehen sind, wurden auch untertitelt, damit alle verstanden, was er wirklich damit meint.
Bruce Springsteen. Auch genannt: The Boss. Eine beeindruckende Person auf der Bühne. Völlig präsent, ohne große Show! Und genau das liebe ich. Einfach nur gute Musik. Es muss nicht immer ein großer WOW-Effekt sein. Die Musik reichte mir bei ihm und seiner E Street Band völlig aus.
Leider war der Sound auf seinem Konzert absolut unterirdisch! Man könnte sagen, beschissen. Einmal war ich auf einem Konzert, wo der Ton an einer Stelle wirklich mies war, da konnten wir im Stehbereich einfach den Ort wechseln. Aber in einem großen Stadion mit Sitzplatz hatte ich keine Möglichkeit den Platz einfach so zu wechseln. Also durchlitt ich ein Wechselbad der Gefühle zwischen toll ❤️ und welch grausamer Sound 😭. Und dabei stellte sich die Frage: Dafür habe ich so viel Geld ausgegeben? Zu meiner Schande, ja das habe ich.
Aber Bruce Springsteen steht für ein freies Amerika und man merkte, wie es ihm in der Seele weh tat, zu erleben, was in seinem geliebten Land passiert.
Es ist wichtig zu sehen und zu hören, dass Künstler*innen für Rechte, Gerechtigkeit und zu politischen Statements stehen. (Ähnlich habe ich es auch schon Madonna erlebt, die sich immer wieder politisch auf ihren Konzerten äußerte oder auch Herbert Grönemeyer.) Es ist einfach wichtig!
Ich bin froh, Bruce Springsteen einmal in meinem Leben live gehört zu haben. (Eine Person weniger auf meiner Bucketlist.)





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