Würfeldrachen von HABA: Warum dieses kooperative Spiel auch Erwachsene fordert

🐉🎲🐉[Werbung/Rezensionsexemplar] 🐉🎲🐉 Wer mich nach guten Würfelspielen fragt, kann eine ziemlich lange Liste an Antworten bekommen – denn wir mögen Würfelspiele wirklich gern! Mittlerweile gehört Würfelkönig von HABA zu unseren Klassikern. Ein tolles Spiel für Kinder ab 8 Jahren, bei dem alle gegeneinander spielen. Wer am Ende die meisten Punkte gesammelt hat, gewinnt.



Nun fällt es gerade jüngeren Kindern oftmals schwer, mit dem Verlieren umzugehen. Das fällt mir beim gemeinsamen Spielen immer wieder auf. Ich spiele nur sehr selten absichtlich so, dass Kinder gewinnen. Schließlich soll ein Spiel auch ein echtes Spiel bleiben. Aber natürlich kann nicht jedes Kind gleichermaßen gut damit umgehen, wenn es verliert.

Deshalb greife ich zu Beginn gern zu kooperativen Spielen. Hier spielen wir nicht gegeneinander, sondern gemeinsam gegen das Spiel. Und genau diese Lücke füllt HABA mit Würfeldrachen.



Gemeinsam gegen die Drachen

Ähnlich wie beim Würfelkönig müssen bei Würfeldrachen verschiedene Aufgaben erfüllt werden. Der große Unterschied: Diesmal ziehen wir alle an einem Strang!

Unser gemeinsames Ziel ist es, die Drachen und schließlich auch die Meisterdrachen zu besiegen. Klingt zunächst nach einer ziemlich einfachen Aufgabe – ist es aber ganz und gar nicht.

Wir haben Würfeldrachen zunächst in unserer Erwachsenenrunde getestet und dabei ein überraschendes Ergebnis festgestellt: Das Spiel hat bei uns einen völlig falschen Ehrgeiz geweckt! Schon nach dem ersten Spiel haben wir uns tatsächlich gefragt, ob Würfeldrachen wirklich für Kinder gedacht ist. Denn einen Meisterdrachen zu besiegen, ist wahrlich nicht einfach.

Nach unserem ersten Testspiel sind wir deshalb direkt in die Kampagne eingestiegen. Seitdem versuchen wir, die Meisterdrachen einen nach dem anderen zu besiegen. An mehreren Abenden hintereinander (hier streitet man sich noch, ob es 5, 6 oder 7 Abende waren) haben wir uns bereits an diesem Spiel abgearbeitet – und ganz ehrlich: Wir haben nicht immer gewonnen. Manchmal fehlte uns schlicht das nötige Würfelglück. Es ist also kein „Easypeasy“-Kinderspiel.

Natürlich verstehen Kinder ab 8 Jahren die Regeln und die Abläufe. Man kann das Spiel wunderbar gemeinsam mit ihnen spielen. Aber man sollte nicht erwarten, dass man mal eben eine Partie gewinnt. Man muss sich durchaus auf das gemeinsame Verlieren einstellen.

Und genau das finde ich spannend. Denn irgendwie funktioniert es bei uns inzwischen so: Erst wenn wir einen Meisterdrachen besiegt haben, darf der nächste an die Reihe. Der fünfte Drache hatte es beispielsweise richtig in sich. Wir haben gleich zwei Runden hintereinander verloren – keine Chance! Natürlich werden wir es morgen Abend wieder versuchen. Es wird dann vermutlich der 8. Abend in Folge sein. 😉​ Das nehme ich mittlerweile fast persönlich. Es fehlt jetzt nur noch ein Drache, dann haben wir sie alle einmal besiegt.

Würfelglück trifft Strategie

Ihr merkt schon: Das Spiel weckt bei uns völlig irre Reize. Oder anders gesagt: Es triggert uns regelrecht. Denn es ist gar nicht so einfach, alle Drachen nacheinander zu besiegen. Genau darin liegt für mich aber auch der Reiz von Würfeldrachen. Es ist die Mischung aus Würfelglück und strategischem Vorgehen, die das Spiel spannend macht.

Wir müssen überlegen, wann wir uns frühzeitig um den Meisterdrachen kümmern. Gleichzeitig dürfen wir die anderen Drachen nicht aus den Augen verlieren. Denn wenn diese zu lange unbeachtet bleiben, zerstören sie Städte, setzen sie in Brand – und schon haben wir verloren.

Man kann also nicht einfach stur eine Aufgabe nach der anderen abarbeiten. Wir müssen gemeinsam überlegen, welches Problem gerade am dringendsten ist und wie wir unsere Würfel möglichst sinnvoll einsetzen. Und genau das macht das Spiel für mich deutlich interessanter, als ich zunächst erwartet hatte.

Kurze Regelerklärung

Ziel ist es, den Meisterdrachen zu besiegen. Gleichzeitig rücken aber die anderen Drachen immer näher und wollen unsere drei Städte zerstören. Es stellt sich also die Frage, bekämpfen wir sofort den Meisterdrachen oder kümmern wir uns erst um die anderen Drachen?

Man braucht eine gute Balance, denn wenn man nur den Meisterdrachen besiegt, kommen immer mehr Drachen auf die Städte zu und dann hat man gar keine Chance mehr.

Um Drachen zu besiegen, muss man gegen sie mit Würfeln kämpfen. Wie man einen Drachen bezwingt, steht auf den jeweiligen Karten.



Die kleine Galerie und die Beschreibung gibt einen kleinen Einblick, dass dieses Spiel durchaus etwas knifflig ist. Womit macht man weiter? Lässt man ein Dorf brennen, um aber dann einen anderen Drachen zu besiegen? Und nicht zu vergessen, der Meisterdrache hat zwei Kartenseiten, die beide erfüllt werden müssen. Erst dann hat ihn besiegt. 😵‍💫​ Manchmal war es echt knapp bei uns und dann musste eine weitere Runde direkt dran gehängt werden.


#Spiel | Würfeldrachen

#Autor | Mads L. Brynnum

#Illustration | Gus Batts

#Art | Würfelspiel

#Dauer | ca. 20 Minuten

#Alter | ab 8 Jahren

#Spielende | 2 – 4 Personen

#Verlag | HABA

Herzlichen Dank an HABA für das Rezensionsexemplar!


Fazit

Ich war anfangs ehrlich gesagt ziemlich hin- und hergerissen, ob Würfeldrachen mich wirklich überzeugen würde. Meine erste Reaktion war eher Skepsis. Eigentlich liebe ich kooperative Spiele. Gleichzeitig empfand ich Würfeldrachen im Ablauf als deutlich anspruchsvoller als Würfelkönig. Aber nur weil ein Spiel etwas anspruchsvoller ist, heißt das natürlich nicht, dass es schlechter ist. Ganz im Gegenteil!

Gerade wir Erwachsenen lieben kooperative Spiele, die nicht zu einfach sind, sondern eine echte Herausforderung bieten. Und genau das schafft Würfeldrachen.

Also gut: Wir lieben Würfeldrachen!

Das Spiel hat uns tatsächlich überzeugt. Und wir werden ganz sicher nicht aufhören, bevor wir alle Meisterdrachen besiegt haben. Der Ehrgeiz ist jedenfalls geweckt. Jetzt müssen nur noch die Würfel mitspielen.

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