Ausstellungen 2026

Nicht alle Ausstellungen, die hier empfehle, schaffe ich, mir anzusehen, das gebe ich offen zu. Hätte ich die Kapazitäten, würde ich es tun. Aber anders herum, nicht alle Ausstellungen, die ich besuche, rezensiere ich. 😉 Ich konzentriere mich mehr auf die schönen Dinge im Leben, die mir Spaß machen. Wenn ich mich richtig freue, dann kann ich auch einfacher über Ausstellungen schreiben, ansonsten werden einige Texte für mich eine Qual und dazu habe ich privat überhaupt keine Lust!

In diesem Jahr war ich bei Yayoi Kusama und ich habe mich wirklich sooo sehr über diese Ausstellung gefreut. Reiselustig mit dem Hasen Felix hat mich total überrascht und begeistert, weil ich spontan in der Ausstellung war. Aber nun die Frage, was kommt als nächstes?


Ich hab letztens eine Mail bekommen und ich war hin und weg von dieser Meldung und den Videos.

THE DARK ROOMS. VEINS

Dieser Ausstellungszeitraum ist schon dermaßen exklusiv 10.07. – 26.07.26, dass es mich völlig fertig macht und jetzt schaut Euch bitte das Video dazu an!



Mich haben diese Installationen natürlich sofort an das Lichtkunstzentrum Unna erinnert und ich habe sowas von Lust nach Berlin zu fahren. Tickets sind absurd teuer, die Tour dauert 90 Minuten – und ja, ich wäre bereit es zu bezahlen! 🫣Ich bin wirklich ein Fan von Lichtkunst und dann auch noch so ein Ort… Oh mein Gott!


Richtig, richtig cute wird es in Bremen im Herbst und die Ausstellung ist bei mir schon fest gesetzt!

Der Dackel. Eine Ikone geht Gassi

Muss ich noch irgendwas zu diesem Thema sagen? Ich mein Dackel! Hallo??? Versteht sich ja von selbst, dass ich mir die Ausstellung ansehen muss. (Nerdwissen, es gibt in Deutschland ein Dackelmuseum, was soll ich sagen…) Zurück nach Bremen – Bremen ist nebenan, des gibt eine Abendöffnung.


Liebermann Max, Schlafender Dackel. Öl auf Leinwand, 72,5 x 64,5 cm, 1915, Lentos Kunstmuseum Linz. Foto: Reinhard Haider

Ich stehe außerdem kurz davor, mir einen Dackel zuzulegen, nur damit ich dabei sein kann:

Während der Ausstellung sind Dackel und kleine Hunde bis 30 Zentimeter Schulterhöhe jeweils donnerstags von 12 bis 18 Uhr (Dackel-Donnerstag) und samstags von 12 bis 16 Uhr (Sausage-Dog-Saturday) in der Kunsthalle erlaubt.

Noch Fragen? Ja? Dann sagt die Kunsthalle das:

Das Who’s Who der westlichen Kunstgeschichte liebte und liebt den Dackel. Pablo Picasso und sein Atelierdackel Lump wurden durch die Photographien von David Douglas Duncan zu einem unvergesslichen Gespann, für Andy Warhol ist Dachshund Archie ein Alter Ego, David Hockney erzählt mit seinen Gemälden von Stanley und Boodgie eine fast filmisch anmutende Hommage an seine dösenden Dackel. Max Liebermann, Otto Dix, Pierre Bonnard oder auch die legendäre Tierphotographin Ylla waren Dackelfans. In der internationalen Gegenwartskunst sind es heute unter anderem Rosemarie Trockel, Paloma Varga Weisz oder Elina Brotherus, deren Dackel uns zu denken geben.

Also ganz ehrlich, ich gratuliere der Kunsthalle Bremen jetzt schon, dass das alles ermöglicht wird, dass ihr dieses Thema gewählt habt und überhaupt! (Ich mag die Bremer Kunsthalle sehr! Sagte ich das schon? 😉)


Zufällig wurde ich auf diese Ausstellung aufmerksam gemacht und war ganz überrascht, weil ich sie bislang – nicht ansatzweise – wahrgenommen habe:

Cassirer und der Durchbruch des Impressionismus

Bis zum 27. September ist die Ausstellung noch in der Alten Nationalgalerie zu sehen. Natürlich konnte ich mit dem Namen Cassirer nichts anfangen, aber meine heimliche Kunstsouffleuse meinte, doooooch, das musst du gesehen haben und solltest du kennen. Okay, da zeigt sich mal wieder, wie groß meine unglaubliche Unwissenheit auf diesem Gebiet ist. Hm! Was soll ich sagen. Ich wollte ja eh nach Berlin. 😅 Außerdem gibt es da noch etwas – aber dazu komme ich gleich und dafür benötige ich auch Begleitpersonen.

Zurück zu Cassirer. Hier habe ich mal einen etwas längeren Film zur Ausstellung gefunden. Und es gibt Bilder, die habe ich noch nicht gesehen, obwohl ich schon so viele Ausstellungen zum Thema Impressionismus gesehen habe.



Ich hatte bislang nichts von dieser Ausstellung mitbekommen und bin jetzt völlig begeistert. Neige dazu, ein Wochenende spontan in Berlin und nur in Museen und mit Kultur und Kunst zu verbringen.


Weiter geht es mit Berlin und dem Hamburger Bahnhof. Ha! Ja, natürlich mein ich den Ausstellungsort. Und dort gibt es eine Ausstellung, wo ich kurz dachte: „Verdammter M***, das habe ich auch Zuhause – dieses Chaos!“ Wozu dazu eine ganze Ausstellung damit? Frage an alle Eltern: Kennt Ihr Kappla Steine? Das sind so dünne Bauklötze aus denen man wirklich spektakuläre Bauten machen kann. (Ich kann Euch da persönliche Erfahrungsberichte geben, wenn das gewünscht ist.)

Aber der Hamburger Bahnhof hat es geschafft, dies zu toppen:

CHANEL Commission: Lina Lapelytė. We Make Years Out of Hours

Ich nenne es Chaos, die Museumswelt nennt es Performance! Klingt gleich viel schöner oder? Ich habe also all die Kunstwerke von Kindern immer völlig falsch verstanden: Es sind Performances! So, und jetzt geht noch mal in das Zimmer Eurer Kinder mit diesem neuen Blickwinkel und schon habt Ihr bestimmt ein kleines Lächeln auf den Lippen. Funktioniert bestimmt, oder? (Bei mir nicht, der Saugrobbi hat heute Legosteine gefressen…)

400.000 Holzwürfel – mit einer Größe von 10 x 10 x 10 cm aus Fichten- und Kiefernholz stapeln sich dort in der großen Ausstellungshalle. Ich mein, partizipativer für Familien geht es wirklich nicht, oder?

Das Werk stellt Fragen nach dem, was bleibt und was vergeht. Es fragt auch, wer entscheidet, was gebaut wird, was weichen muss und wessen Leben die Last dieser Veränderungen trägt.

Jepp, was bleibt, was vergeht und muss wieder aufgeräumt werden. Diese Frage handel ich auch täglich aus. Nun betrachte ich es sportlicher – es ist Kunst, es war Kunst und es wird Kunst sein!



Apropos Kinder und Partizipation gibt es noch einen letzten Ausstellungstipp von mir:

Playground. Ein Spielplatz im Museum von Sonia Kazovsky

Bis zum 9.5.2027 können Familien mit dem Ziel ins Museum zu gehen auch nach Düsseldorf fahren. Ja, so langsam lernen auch Museen, dass sie etwas mehr als Zettel und Stift in die Ausstellungen legen müssen um es „mitmachen“ oder „Partizipation“ nennen zu dürfen. Ich finde diese Begriffe eh immer sehr abgenutzt. Irgendwas mit Partizipation… puh, da stellen sich bei mir als Mutter schon immer die Nackenhaare hoch.

Was macht macht das K20 in Düsseldorf anders? Ich lese nur die drei Begriffe: berühren, klettern und rennen. Zack, schon haben sie mich. In welchem Museum darf man denn bitte rennen? Finde ich richtig gut!


Playground #13
Playground. Ein Spielplatz im Museum von Sonia Kazovsky, © Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen 2026, Foto: Achim Kukulies

Ich kenne noch niemanden, der dort war, bin natürlich immer erstmal skeptisch. Aber mich freut es! Es sind echt abwechslungsreiche Ausstellung, die ich alle eher zufällig aufgeschnappt habe.


Und zum Abschluss kommt der Knaller, ich habe schon 2 Ausstellungen für 2027 fest im Plan! 😲 Dann muss ich nach Münster, 10 Jahre sind rum und es finden wieder die Skulptur Projekte statt und es wird Ende 2027 eine große Ausstellung von Andreas Gursky geben – shout out, das Cover vom letzten Album der Toten Hosen ist von ihm. BÄHM!

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