Neben Würfelspielen, Rätseln und allerlei Knobeleien habe ich eine ganz besondere Schwäche für: Plättchenlegespiele. Und wenn ihr meine letzte Spieleempfehlung gesehen habt, dürfte Euch das kaum überraschen. 😉
Schaut euch nur einmal das Cover von Leuchtturm voraus! Beacon Patrol an – ist das nicht einfach zuckersüß? Allein diese liebevolle Illustration hat mich sofort abgeholt. Und als ich dann gesehen habe, dass es sich um ein Plättchenlegespiel handelt, das sowohl solo als auch mit bis zu vier Personen spielbar ist, war mein Interesse endgültig geweckt.

Mein Ersteindruck? Volltreffer.
Ich habe direkt mit einer Solo-Partie gestartet – und es blieb definitiv nicht bei dieser einen. Das Thema hat mich sofort gepackt, und ich war angenehm überrascht, wie zugänglich das Spiel ist. Und jetzt kommt der eigentliche Knaller: Ich habe die Anleitung ALLEINE gelesen. Ja, wirklich. Und – noch wichtiger – ich habe sie auch verstanden! Wer mich kennt, weiß: Das ist keine Selbstverständlichkeit. 😄
Kurz gesagt: Ein Spiel, das ich mir eigenständig erschließen und sofort spielen konnte, hat bei mir schon einen großen Stein im Brett.
Wie funktioniert das Spiel?
Im Zentrum stehen Leuchttürme und Bojen, die ihr durch das geschickte Platzieren von Plättchen erkundet und umbaut. Dafür gibt es ordentlich Punkte. Anders als bei vielen klassischen Plättchenlegespielen läuft eine Runde jedoch etwas anders ab: Statt reihum jeweils ein Plättchen zu legen, spielt jede Person ihren gesamten Zug am Stück – inklusive Bewegung über das Meer.
Dabei steuert ihr ein kleines Schiff, das sich ausschließlich über Wasserfelder bewegen darf. Land ist tabu! Genau das macht das Spiel besonders spannend, denn plötzlich reicht es nicht mehr, einfach nur clever zu bauen – ihr müsst auch eure Routen gut planen. Wie komme ich am effizientesten von A nach B? Welche Plättchen bringen mir die meisten Punkte? Und wie nutze ich meine Möglichkeiten optimal aus? Das sorgt für genau die richtige Mischung aus Tüftelei und strategischem Denken.
Spielablauf
Man hat drei Aktionsmöglichkeiten, die Reihenfolge dieser drei Aktionen ist vollkommen beliebig und genau darin liegt das strategische Geschick!
- Plättchen anlegen
- Schiff bewegen
- Plättchen mit einem Mitspielenden tauschen (bei der Solo-Variante sieht das etwas anders aus)
Nun kann ich auch mit den Runden Bewegungsmakern zu erst mein Schiff bewegen, um dann ein Plättchen anzulegen, auf das mein Schiff dann automatisch weiterzieht, ich könnte als letztes noch ein Plättchen tauschen, muss aber gar nicht sein. Vielleicht habe ich drei passende Plättchen, die ich selbst alle nutzen kann. Aber vielleicht will ich ein Plättchen nicht nutzen, dieses darf ich aus dem Spiel entfernen und stattdessen einen Bewegungsmarker erneut nutzen.
Gerade dieser variable Spielablauf macht das Spiel anspruchsvoll und deshalb so gut!
Nach meiner Solo-Erfahrung musste ich natürlich auch andere von Leuchtturm voraus! Beacon Patrol überzeugen – und das hat zum Glück hervorragend funktioniert. Zu zweit entfaltet das Spiel nochmal eine ganz eigene Dynamik: Man kann Plättchen tauschen, gemeinsam überlegen und sich gegenseitig bei den besten Zügen unterstützen – es ist ja auch ein kooperatives Spiel.
Spielgefühl
Ich bin jetzt schon gespannt darauf, wie sich das Spiel zu dritt oder zu viert anfühlt. Dann verändern sich nämlich auch die Anzahl der Bewegungsmarker und die verfügbaren Plättchen pro Person – das verspricht nochmal neue strategische Möglichkeiten und durch die Reduzierung ist die Wartezeit bei den anderen nicht so hoch bzw. können diese weiterhin mitdenken, wie man gemeinsam die besten Plättchen legt.
Und wer jetzt denkt: „Okay, das war’s dann aber“ – weit gefehlt!
Die deutsche Ausgabe bringt zwei Erweiterungen mit: „Stege & Windräder“ sowie „Schiffe & Strände“. Natürlich konnte ich es nicht lassen, auch hier sofort einen Blick zu riskieren. Besonders die neuen Schiffe haben es mir optisch direkt angetan. Beim genaueren Lesen der Anleitung wurde dann klar: Diese bringen sogar eigene Sonderfähigkeiten mit ins Spiel!
Zusätzlich sorgen die neuen Plättchen für noch mehr Abwechslung und einen deutlich erhöhten Wiederspielreiz.
Wann gibt es Punkte?
Punkte gibt es für jedes Plättchen das an seinen Längsseiten komplett umbaut ist (also nicht diagonal). Für unser Spiel (siehe folgendes Bild) gab es für uns nur 33 Punkte. Diese Partie war natürlich erstmal das Grundspiel, was ich in den nächsten Tagen noch ausgiebig testen werden, bevor ich die Erweiterungen ergänze.

🎲 Facts:
#Spiel | Leuchtturm voraus! Beacon Patrol
#Autor | Torben Ratzlaff
#Illustration | Torben Ratzlaff
#Art | Plättchenlegespiel
#Spieleranzahl | 1 – 4 Personen
#Dauer | ca. 30 Minuten
#Alter | ab ca. 8 Jahren
#Verlag d. deutschen Ausgabe | frechverlag
#Originalausgabe | Pandasaurus Games
Herzlichen Dank an den frechverlag für das Rezensionsexemplar!
💬 Fazit:
Dieses Spiel ist noch laaaaaange nicht ausgespielt. Ich finde es richtig richtig gut und es ist gekommen um zu bleiben!
Ob der Autor, Torben Ratzlaff, wohl in Hamburg lebt? 😅 Ich würde sagen: ja. Darum habe ich das Spiel für eine kleine Fotosession mit den Hamburger Hafen genommen. Die kleinen Holzschiffe fanden das richtig gut. 😀
Impressionen












0 Kommentare zu “Leuchtturm voraus! Beacon Patrol”